Freie Software und Bildung e.V. - Zur Leitseite
 
Software für das Grundschulalter
 
Projektziel
 
Projektüberlegungen
 
SoftwareSammmlung
 
Begriffsklärungen
 
Anforderungen an Schulsoftware
 
Projektziel
 
Die Vorteile offener und freier Betriebssysteme im Bildungswesen lassen sich nur nutzen, wenn die für den Einsatzzweck erforderliche Software vorhanden ist. Das bedeutet nicht, dass alle Anwendungssoftware für diesen Einsatzzweck auch frei und offen sein muss.
 
Die zur Zeit für das Grundschulalter verfügbare Software läuft vorwiegend nur auf Windowssystemen. Die Vorteile, die das freie Betriebssystem Linux bietet, können damit in Grundschulen auf den Arbeitsplätzen der Schüler nicht genutzt werden.
 
Ziel diese Projektes ist es daher, vorhandene und zukünftige Software für das Grundschulalter auch unter Linux verfügbar zu machen.
 
Projektüberlegungen
 
Grundsätzliche Überlegungen zur "Software in Schulen" sowie zur Netzwerkfähigkeit dieser Software hat Andreas Rittershofer angestellt:
 
Software an Schulen (Andreas Rittershofer)
 
Netzwerkfähige Schulsoftware (Andreas Rittershofer)
 
Was könnte getan werden?
 
SoftwareSammmlung
 
Windows-Programme für das Grundschulalter
 
Linux-Programme für das Grundschulalter
 
Programmbereiche:
 
Ein Liste mit Internetadressen, die zu durchforsten sind.
 
Begriffsklärungen
 


Edutainment  = der Nachmittagsmarkt

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Nachmittags-Lernsoftware:

Daddelsoftware mit viel Brimborium die vom Kern
der Materie eher ablenkt, nur dazu da, den Schüler
am Programm zu halten. Sicher nützlich in der
konkreten Situation, wo niemand da ist, der den
Fortgang des Lernens kontrolliert. Da zu hause
eine Single User Umgebung vorliegt, ist es
natürlich, diese Software für Single User
Umgebungen (Windows) zu schreiben.

Schulsoftware:

Für den Gebrauch im Unterricht. Motivation nicht
erforderlich, dafür sorgt der Lehrer. Er muss
diese Software in den 45min Rythmus einbauen. Im
Regelfall wird es sich selten um reine "Software"
im Sinne von Programmen handeln. Meistens handelt
es sich um eine Mischung aus kleinen Progrämmchen,
Bildern und Daten. Meistens zur eigenen Verwendung
in eigenen Protokollen oder sonstigen Werken.

    Es dürfte wohl besonders wichtig sein, dass
    die Software nicht wie levelbasierte Spiele
    eine Reihenfolge hat, sondern dass man auch
    ohne grosse Kenntnisse alle Komponenten selbst
    auswaehlen und gruppieren kann. Nur ein sehr
    schlechter Lehrer richtet sich stur nach
    Lehrplan. Gute Lehrer werden deshalb wohl nur
    Software einsetzen, die sie als Werkzeugkasten
    benutzen koennen. (Und nicht als
    Assistenzlehrer, der seinen eigenen Lehrplan
    hat...) Ich glaube, daran scheitert schon der
    groesste Teil der Lernprogramme: Sie sind
    nicht modular, sondern zwingen dem Anwender
    ihren Lehrplan auf. Und da diese Programme
    keinen Administrator kennen, ist der Lehrer
    genauso eingeschraenkt, wie die Schueler und
    erhaelt ein Werkzeug, das steif und unhandlich
    ist, waehrend er doch eigentlich mehr
    Flexibilitaet braeuchte. Wichtig ist auch,
    dass der Lehrer (und nicht der Anwender)
    entscheidet, welche Module in welcher
    Reihenfolge und in welcher Zeitspanne zu
    erledigen sind. Damit wird die Sache
    allmaehlich *richtig* komplex. Idealerweise
    laesst sich dass dann auch noch fuer jeden
    Schueler einzeln einstellen... (Stephan Lahl)

Dr. Karl Sarnow

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Anforderungen an Schulsoftware
 
-> Kriterien für netzwerkfähige (= systemunabhängige) Schulsoftware von Andreas Rittershofer
 

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Anforderungen an Schulsoftware, die bei
Nachmittagssoftware fehlen:

- Leichte Installierbarkeit. Insbesondere wenn die
Netze wachsen, in der Übergangszeit inhomogene
Strukturen besitzen und eine lange Lebensdauer
erwartet wird gibt es wenig gegen HTML/JAVA/PHP
entgegenzusetzen.

    HTML und PHP ok. Aber Java? Bei *dem* Chaos an
    Inkompatibilitaeten zwischen den
    JDK-Versionen, ihren nach Plattform
    unterschiedlichen Bugs und dem unglaublichen
    Resourcenverbrauch? Java ist nett, wenn es um
    Firmendesktops geht. Hier spielen die
    (Enterprise) Javabeans eine wichtige Rolle und
    die Entwicklungsumgebungen fuer
    Datenbankarbeiten sind recht gut. An den
    Schulen sieht es aber etwas anders aus. Als
    (downloadbare) Clientsoftware waeren hier wohl
    eher Python oder TCL (*igitt*) geeignet. Aber
    ich glaube, dass es praktischer ist, den
    Schulen einen modernen Webapplicationserver zu
    spendieren (1 GHz/Pentium wird der lokale
    Intelflicker doch noch uebrig haben?), als
    ueberhaupt *irgendwelche* Rechenlast fuer
    Multimedia auf die Arbeitsplaetze zu ziehen.
    Sosehr ich auch KDE mag, aber fuer den
    Geldbeutel von Schulen duerften Webterminals
    mit einem Server besser geeignet sein.(Stephan
    Lahl)


- Plattformunabhängigkeit. Das Microsoft
Spielchen, alle Jahre neue Versionen
herauszubringen um Kunden abzuzocken können
Schulen nicht mitspielen. Besonders nicht nach
hohen Invesitionen in die Hardware. Die
Schulträger sind dann nämlich erschöpft. Ich habe
übrigens neulich das erste Mal von einem
Schulträger den (sehr vorsichtig formulierten)
Wunsch gehört, dass Schulen bitte auf Linux
umstellen mögen. Und wer weiss was die nächste
Hardwaregeneration bringt?



- Nutzbarkeit in eigenen Werken. Das Material muss
auch lizenzmäßig so ausgerichtet sein, dass
Schüler die Materialien als Steinbrüche für eigene
Arbeiten verwenden können. Ganz toll ist diese
Idee bei Geonet realisiert. Das Potential ist noch
nicht einmal angekratzt.

    Selbstverstaendlich Free SW (GPL). Ich arbeite
    zu Hause nur umsonst und kostenfrei (das Erste
    ist absichtlich zweideutig :). (Roman Fietze)


    Die Lizenz ist das eine, die Technik das
    andere. Ich glaube, wenn die Software aehnlich
    strukturiert wird wie die C++ STL, sieht es
    recht gut aus: alle Datentypen und
    Alghorithmen sind einzeln wiederverwendbar.
    Wenn dass dann noch in einer (relativ)
    einfachen Sprache wie Python, (Object)Pascal
    (Ada?) oder Lisp gemacht wird, haben die
    Schueler auch eine Chance, dass Ganze
    auszuschlachten. (Stephan Lahl)


- Individualität. Schule als Multiuserumgebung
muss darauf wertlegen, daß die individuelle
Lernumgebung erhalten bleibt. Also muss das
Unterrichtsmaterial so zur Verfügung gestellt
werden, daß die Ergebnisse dennoch indivduell
erkennbar, d.h. beurteilbar bleiben.

    Soweit dies in den ersten Klassen von
    Bedeutung und erwuenscht ist. Man kann das
    Arbeiten mit Rechnern auch als Teamwork bzw.
    Gruppenarbeit sehen, wie z.B. ein
    Mannschaftspiel im Sport. (Roman Fietze)

Dr. Karl Sarnow

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Ergänzende Hinweise bitte an:    Hans-Josef Heck     -  hjh"@antispam at"mail.fsub.de