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Die ganz praktische Auswahl
 
eines privaten Linux Arbeitsplatzrechners
 
im November 2006 - auf Version Juni 2005
 
Version 0.97  - 27.11.2006
 
Gehäuse und Netzteil als immer gültiges Wissen nach vorne
 
Version 0.96  - 10.06.2005  
 
Letzte Version 2005 - Keine Umsetzung:  Gehäuse nicht verfügbar
 
18.05.2005
 
*18.05.2005 Leo Benedict unterbricht meine Arbeit
 
Version 0.91  - 13.05.2005  
 
Erste Version im Netz
 
Die nachfolgenden Informationen sind keine fachlich verlässlichen Angaben. Der Autor ist Laie. Er denkt hier laut - für sich. Dies soll heißen, Sie können nicht darauf vertrauen, dass diese Angaben richtig sind und dann darauf Ansprüche gegen den Autor geltend machen.
 
Der Ausgangspunkt der Informationen, die hier zusammengetragen wurden, sind vorwiegend folgenden Quellen:
 
Eine der gute Informationsquelle sind die Foren, in denen genau das in Frage stehende Spezialthema behandelt wird, insbesondere wenn es einen fachkundigen Moderator gibt. Dort stellen "Freaks" ihre Lösungen vor, Moderatoren machen Verbesserungsvorschläge, Beginner stellen die Fragen, an die ich noch nicht gedacht hatte. Und diese Foren sind aktuell im Vergleich zu den Fachbeiträgen und vor allem Testberichten.
 
Man muss nur darauf achten, welche Zielsetzung der Beitragende hatte: Es gibt die funktional Orientierten und die "Modder". Modder sind jene, denen Design über alles geht.
 
Für die Umsetzung dieser Informationen in eine praktische Entscheidung waren die Foren auf den Internetseiten sehr hilfreich. Näheres siehe Infotext am Anfang des Kapitels "Praktische Ratschläge"
 
Eine große Bitte:  
 
Diese Seiten sind sehr zügig entstanden und ständig überarbeitet worden. Dabei schleichen sich eine sicherlich viele Fehler ein. Bitte schreiben Sie nicht nur, wenn Sie sachlich bessere Informationen haben, sondern auch, wenn Sie kleine Fehler und Unschönheiten finden. Danke! Und zwar an:
 
Hans-Josef Heck     -  hjh"@antispam at"mail.fsub.de
 
 
Inhaltsübersicht
 
Entscheidungskriterien
 
Gehäuse und Netzteil
 
Die Probleme:  Kühlen und dämpfen
 
Vorbeugende Maßnahmen
 
AbwärmeAbtransport
 
Gehäuseauswahl 1:  Aktive oder passive Lösung ?
 
Gehäuseauswahl 2:  Entscheidung gegen die passive Lösung
 
Gehäuseauswahl 3:  Einzelheiten zur aktiven Lösung
 
Gehäuseauswahl 4:  Aktuelle Gehäuse mit aktiver Lösung
 
Netzteile
 
Gehäuselüfter:  Qualität, Entkopplung und Regelung
 
CPU:  Kühlung
 
Festplatten:  Geräuschpegel
 
Festplatten:  Entkopplung
 
Festplatten:  Kühlung
 
Grafikkarten:  Kühlung
 
 
Mainboard und Prozessor
 
Der Prozessor:  64-Bit
 
Der 64-Bit-Prozessor:  AMD statt Intel
 
Das Mainboard:  PCI-Express  +  SATA II
 
Der Chipsatz:  Nvidia nForce4 LSI oder Ultra
 
Der Prozessorsockel:  939
 
Der Prozessor:  90-nm-Kern
 
Das Mainboard:  MSI K8N Neo4 Platinum
 
Die Speicherchips
 
Weiterführende Informationen zum Athlon64
 
 
 
 
 
Entscheidungskriterien
 
 
Ein Entscheidungsprozess ist ein zyklischer Prozess.
 
Diese Entscheidungskriterien sind aufgestellt worden nach einer gründlichen Orientierung. Das heißt, die wesentlichen Gegebenheiten des zukünfigen ArbeitsplatzrechnerRechners standen bereits fest.
 
  1.  Zielobjekt:  Ein leistungsfähiger Linux Arbeitsplatzrechner
 
Auf Windowsfähigkeit wird verzichtet. Bei den aktuellen 64-bit-Prozessoren hat Windows noch größere Schwierigkeiten.
 
  2.  Der Rechner soll eine möglichst hohe Standzeit haben.
 
Rechner "zukunftssicher" machen zu wollen, ist sinnlos, da sich alle Technologien verändern, so dass immer praktisch ein neuer Rechner beschafft werden muss.
 
Um diesen -informationsmäßig- aufwendigen Beschaffungsprozess möglichst selten durchlaufen zu müssen, soll die aktuelle Beschaffung die zur Zeit erreichbare Leistungsfähigkeit so weit wie möglich realisieren.
 
Die überproportionalen Kosten im Verhältnis zur Leistung lassen sich zum Teil dadurch vermindern, dass man bestimmte Elemente nachrüstet, wie zum Beispiel Festplatten (aktuell SATA II) oder umrüstet, wie zum Beispiel den Prozessor.
 
  3.  Der Rechner soll leise sein.
 
Aufgrund des hohen Stromverbrauchs stellt die Kühlung der Systeme ein großes Problem dar, dass von der Industrie stark vernachlässigt wird.
 
Im Gegensatz zu früher, wo nur die Festplatte und der Prozessor einen kleinen Ventilator benötigten, wenn überhaupt, benötigen heute zusätzlich Grafikkarte und Chipsatzbausteine Kühlung und alle im wesentlich stärkeren Maße.
 
Die Abfuhr der Wärme durch preiswerte Ventilatoren ist mir einer erheblichen Lärmbelästung verbunden.
 
Wenn dies ein K.O.-Kriterium ist, dann scheiden die preiswerten Rechner von der Stange oder vom Lebensmittel-Discounter von vorneherein aus.
 
 
Gehäuse und Netzteil
 
Wer sich ernsthaft mit der Auswahl der Komponenten eines neuen Rechners beschäftigt, wird überrascht sein, dass sich die Auswahl eines Gehäuses wesentlich schwieriger gestaltet als die Auswahl aller anderen Komponenten. Warum das so ist, wird im nächsten Abschnitt erklärt.
 
Noch ein anderer Hinweis vorweg:  Wer die Internetseiten von Rainer Teschke gelesen hat, fliegt wahrscheinlich auf die von Rainer Teschke entwickelte S(ilent)-Box, die bei Jet-Computer gefertigt werden soll. Ein Anruf dort ergab, dass das noch Pläne sind, für deren Realsierung es noch keine Zeitvorgaben gibt (13.05.2005).
 
 
Die Probleme:  Kühlen und dämpfen
 
Während einstmals Prozessor und Festplatten einer leichten Kühlung bedurften, fordern heute ein heißlaufender Prozessor, ein Chipsatz-Chip, eine dampfende Grafikkarte, ein Netzteil mit hoher Wattzahl und die Festplatten nach Kühlung, Kühlung, ....
 
Wie bereits oben erwähnt, haben die Hardwarehersteller dies als Problem noch nicht wirklich wahrgenommen:
  • Mainboards mit dem Formfaktor BTX, die auf eine optimale Kühlung mit Lüftern ausgelegt sind, gibt es noch nicht.
  •  
  • Die Lüfter, die zu den Mainboards/Prozessoren mitgeliefert werden, laufen mit hoher Umdrehungszahl und entsprechendem Lärm. Bei einem Austausch gegen leise Lüfter soll man der Garantie verlustig gehen.
  •  
  • Bis jetzt waren Lüfter- und Dämpfungskonzepte der eigenen Kreativität vorbehalten. In einer intensiven Recherche bin ich auf zwei Internetauftritte gestoßen, die von der Endnachfragerseite intitiert wurden und getragen werden:
  • Den Internetseiten der Silent PC Review  (www.silentpcreview.com)
  •  
  • Den Internetseiten von Rainer Teschke: "High End - Low Noise"  (www.teschke.de)
  •  
     
    Beide arbeiten nun seit etwa drei Jahren intensiv - und neuerdings teilweise auch mit Unterstützung der Industrie - an diesen Problemen.
     
    Es läßt sich feststellen, dass zunehmend mehr das Problem der optimalen Kühlung und der optimalen Dämpfung von einigen, leider aber nur ganz wenigen Firmen, wahrgenommen wird.
     
     
     
    Vorbeugende Maßnahmen
     
    Um der Wärme- und Geräuschentwicklung soweit wie möglich vorzubeugen, kommen folgende Maßnahmen in Betracht:
  • Die Wahl eines Prozessors, der relativ wenig Wärme entwickelt.
  •  
  • Die Entkopplung von Festplatten und Lüftern vom Gehäuserahmen
  •  
  • Verlustarmes Netzteil
  •  
  • Ein Gehäuserahmen, der das Entstehen von Vibrationen (Resonanzen) weitmöglichst verhindert.
  •  
     
     
    AbwärmeAbtransport
     
    Um Abwärme abzutransportieren, gibt es
  • die natürliche Luftbewegung - von unten nach oben
  •  
  • Lüfter
  •  
  • Kühlkörper
  •  
  • Heatpipes mit Kühlkörpern
  •  
     
    Da die natürliche Konvektion nicht ausreichend ist, werden von "altersher" Lüfter in die Gehäusewände eingebaut.
     
    Wird ein Bauteil zu schnell zu warm, werden als erste Maßnahme Lüfter oder Kühlkörper oder eine Kombination von beiden auf die zu warmen Flächen gesetzt.
     
    Reicht die Geschwindigkeit des Wärmeabtransports von den Bauteilen nicht aus oder erzeugt zuviel Geräusch, können Heatpipes eingesetzt werden.
     
    "Heatpipes" sind Röhren, die mit winzigen Flüssigkeitsmengen gefüllt sind. Sie transportieren die Abwärme vom Ort des Entstehens an großflächige Kühlkörper, die die Wärme an die umgebende Luft abgeben.
     
    Eine spezielle Form der Heatpipes sind Phaseplanes. Sie sind frei biegbar und leiten die Wärme besonders gut ab.
     
    Die Kühlkörper können sich im Inneren des Gehäuses befinden oder außerhalb, zum Beispiel auch auf den Wänden des Gehäuses.
     
     
    Gehäuseauswahl 1:
     
    Aktive oder passive Lösung ?
     
    Grundsätzlich gibt es zwei Lösungsansätze, die Hitze aus dem Gehäuse zu bringen:
     
      1.  Die "aktive" Lösung mit Lüftern: 
     
    Lüfter befördern die Wärme durch Auslässe in den Gehäusewänden in die Umgebung. Durch die Auslässe kann Schall austreten. Die Lüfter selbst erzeugen Schall.
     
      2.  Die "passive", lüfterlose Lösung:
     
    Bei der lüfterlosen Lösung müssen die Gehäusewände die Abwärme an die Umgebung abgeben. Dass kann auf zweierlei Weise geschehen:
     
    Bei Air Design Gehäusen bestehen alle Seiten aus Lochblech (Beispiel: Mercury), damit die Abwärme ungehindert austreten kann. Will man einen geräuschlosen Betrieb, müssen alle Komponenten lüfterlos ausgelegt sein. Das ist oft schwierig, zum Beispiel bei Hochleistungsprozessoren und Hochleistungsgrafikkarten und oft auch riskant.
     
    Das Gehäuse als Kühlkörper: Die Seitenwände des Gehäuses bestehen aus Kühlrippen. Heatpipes transportieren die Abwärme im Inneren vom Ort des Entstehens zu diese Kühlrippen.
     
    Gehäuse dieser Art sind nicht für jedes Mainboard geeignet und sehr teuer. Hersteller sind Silentmaxx (P1), Deltatronik und Zalman.
     
    Eine sehr anschauliche Einführung in das Verständnis der Heatpipes findet man auf den Internetseiten von Rainer Teschke.
     
     
    Gehäuseauswahl 2:  
     
    Entscheidung gegen die passive Lösung
     
    Die passive Lösung mit Air Design Gehäusen setzt voraus, dass man jedes Bauteil ausreichend passiv, also lüfterlos kühlen kann. Dies ist heute nicht mit der erforderlichen Sicherheit bei allen Bauteilen möglich. Man müsste dann zum Beispiel auf bestimmte Hochleistungsgrafikkarten verzichten.
     
    Die passive Lösung mit Kühlrippen ist sehr aufwendig und damit teurer. Zwar gibt es auch Gehäuse mit Kühlrippen, aber die Dimensionierung der Heatpipes wäre in eigener Regie zu ermitteln.
     
    Der weitere Ausbau des Rechners ist problematisch, weil zusätzliche Wärme abgeführt werden muss und damit das bisherige Gesamtkonzept aus den Fugen gerät.
     
    Bei den bei diesem Konzept meist passiv gekühlten Netzteilen führt eine weitere Festplate leicht zur Überforderung des 12-Volt-Zweigs.
     
     
    Gehäuseauswahl 3:  
     
    Einzelheiten zur aktiven Lösung
     
    Fast geräuschlose Lösungen sind heute auch mit Lüftern zu erreichen. Eine gute Einführung in das Thema ist zu finden unter
     
    Cases: Basics & Recommendations  (www.silentpcreview.com/article75-page1.html)
     
    Dort werden grundsätzliche Entwurfsanforderungen aufgeführt und begründet. In Kurzfassung:
  • Ganz entscheidend ist, dass die Luftführung optimal ist. Für ein Tower-Gehäuse wird eine Luftführung von vorne und unten nach hinten und oben als optimal angesehen.
  •  
  • Der Luftdurchfluss im Bereich der Ventilatoren muss völlig unbehindert erfolgen. Ansonsten vermindert sich die durchfließende Luftmenge und es entstehen Turbulenzen und Wärmestaus. Turbulenzen verursachen zusätzliche Geräusche.
     
    Ventilatorengitter sind kontraproduktiv, aber aus Schutzgründen wohl nicht zu vermeiden. Drahtgitter werden als guter Kompromiss angesehen.
  •  
  • Geräusche, die aus dem Gehäuse kommen, können dadurch vermindert werden, dass sie über Zick-Zack-Wege geführt werden, die die Luft aber ungehindert herein- und herauslassen. Durch das "Schall-Billard" wird den Geräuschen die Kraft, also die Lautstärke genommen.
     
    Bis jetzt gibt es wohl nur (ein) Gehäuse, die dies beim Lufteinlass zu verwirklichen suchen.
  •  
  • Die optimale Luftführung im Gehäuse kann nicht erreicht werden, wenn in die Gehäusewände willkürlich Luftauslässe eingelassen werden.
  •  
  • Gehäusevibrationen sind störender als man gemeinhin annimmt. Um diese zu verhindern, ist ein "kerniges" Gehäuse und die Entkopplung der Geräte erforderlich. Daher ist Stahl besser als Aluminium. Die kühlenden Eigenschaften eines Aluminiumgehäuses sind sowieso nur ein Mythos.
  •  
  • Akustische Dämpfungsmaterialien können einen PC nur um wenige Dezibel, vor allem bei den höheren Frequenzen dämpfen.
     
    Die c't berichtet von einem Beispiel, in dem die Dämmung eine Minderung von 1,3 auf 1,2 Sone brachte. (Sone ist eine lineare, keine logarithmische Maßeinheit!)
     
    Siehe hierzu auch:
     
    Akustische Dämpfungsmaterialien haben außerdem den Nachteil, die Wärme festzuhalten und können, wenn sie nicht richtig montiert werden, zu Wärmestaus führen. Beides erfordert stärkere Lüfter, die wieder mehr Geräusch verursachen. Die Verwendung von akustischen DämmMaterialien erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
  •  
  • Mit wachsendem Durchmesser eines Ventilators wächst die Auslassöffnung im Quadrat: 80 mm Durchmesser ~= 20.100 mm², 120 mm Durchmesser ~= 45.200 mm².
     
    Die gleiche Luftmenge kann daher mit wesentlich langsamer laufenden Lüftern aus dem Gehäuse befördert werden, was Geräusche und Verschleiß mindert.
     
    Denn je länger die Lüfter laufen und je höher die Drehzahl, desto größer ist der Verschleiß. Und mit dem Verschleiß steigt die Lautstärke.
     
    Alle Lüfter sollten möglichst einen Durchmesser von 120 mm haben.
  •  
     
     
    Gehäuseauswahl 4:  
     
    Aktuelle Gehäuse mit aktiver Lösung
     
    Für die Auswahl der Gehäuse gab es viele konkrete Hinweise:  die c't Tipps, das Gehäuse-Forum auf den Teschke-Seiten, die Infos auf den Seiten der SilentPCReview. Das aktuelle Ergebnis meiner Gehäuseauswahl mit kurzer Begründung:
     
    CoolerMaster 830/831
     
     
    Die nachfolgende Gründe gelten vor allem im Vergleich zum Antec P180 Gehäuse, das meine ursprüngliche Wahl vor 1 1/2 Jahren war.
     
    Review des Antec P180 Gehäuse von Sheldog23 in Modders-Inc. Online Magazine nach meiner ursprünglichen Entscheidung  (modders-inc.com/reviews-story--73.html)
     
    Test des CoolerMasters 830 durch R. Teschke am 02.02.2006  (www.teschke.de/cms/index.php?site=theme_detail&artaction=show&themeid=30&artid=239)
     
    Fortsetzung des Tests des CoolerMasters 830 durch R. Teschke am 24.08.2006   (/www.teschke.de/cms/index.php?site=theme_detail&artaction=show&themeid=28&artid=284&page=0)
     
    Sehr effektive Luftführung für die unterschiedlichsten Spezialisierungen möglich (bis zu neun 120er Lüftern)
     
    Nicht nur ATX-Boards möglich, sondern auch BTX-Boards und weitere
     
    Fronttür kann links oder rechts angeschlagen installiert werden
     
    Die PlastikScharniere an der Fronttür des Antec P180 brechen schnell
     
    CM 830 ist nicht das leisteste Gehäuse:  Lüfter mit 6 Volt laufen lassen oder Ultra-silent-120er-Lüfter beschaffen
     
    Netzteil oben:  Oberhalb davon, im Gehäusedeckel integrierte Belüftung
     
    Optimale Luftführung oben durch Gehäusedeckel
     
    Vor dem CoolerMaster Stacker 830/831 fiel meine Wahl auf
     
    Antec "Performace One P180" mit folgender Begründung
     
    Das Gehäuse ist konsequent auf Schalldämmung und effektive Kühlung konstruiert:
     
    Lufteinlass rechts und links der Front in voller Höhe über Zick-Zack-Wege
     
    Die Seitenteile, Front und Oberseite sind in einer schalldämmenden Sandwichkonstruktion ausgeführt. Die Seitenteile sind trotzdem leicht zu entfernen.
     
    Stahlgehäuse, optimiert gegen Resonanzen/Vibrationen
     
    Vorkehrungen gegen Vibrationsgeräusche bei den Gehäuseeinschüben und Lüftern
     
    Nur 120er Lüfter mit drei möglichen Geschwindigkeiten. Luftführung wie oben gefordert. Zwei Auslass-Ventilatoren (hinten und oben), ein Netzteilfach-Ventilator
     
    Frontventilator vor zwei Einschüben möglich
     
    Großes, separates Gehäuseteil mit eigener Lüftung für ein Netzteil nach eigener Wahl.
     
    Lufttunnel für CPU und Grafikkarte, der auch entfernt werden kann.
     
     (www.silentpcreview.com/article249-page1.html)
     
     (www.antec.com)
     
    Vor dem Antec-P180 fiel meine Wahl auf
     
    Coolermaster Stacker Tower
     
    Gefunden durch einen Hinweis des Moderators des Gehäuse-Forums bei Teschke.
     
    Testberichte, die ich im Netz gefunden habe, waren sehr positiv.
     
    Viele der Eigenschaften, die oben beim Antec-P180 beschrieben wurden.
     
    Zusätzliche Eigenschaft:  BTX-tauglich
     
    Bis zu diesen beiden Gehäuse gab es viele, die empfohlen wurden, nach meiner Meinung den Vergleich mit den beiden obengenannten nicht standhielten. Dazu gehörten: Thermal Take Armor, arctic Silentium 2 (AC-ST2), Mercury, und jene, die auf den Teschke-Seiten getestet wurden.
     
    Hilfreich bei der Suche dürften die Internetadressen von einschlägigen Lieferanten sein:
     
     (www.jet-computer.de)
     
     (silenthardware.de)
     
     (www.silentshop.de )
     
     (www.innovatek.de)
     
     (www.frozen-silicon.com )
     
     (www.scythe.com )
     
     (tweakers4u.de)
     
     
    Netzteile
     
    Ein sehr gute und gründliche Einführung in das komplexe und bei PC-Assemblierern ungeliebten Thema "Netzteile" findet sich bei
     
    Power Supply Fundamentals & Recommandations  (www.silentpcreview.comarticle28-page1.html)
     
    Die dortigen Informationen werden hier nicht ausführlich vorgetragen. Es wird dringend empfohlen, jene Seiten zu konsultieren.
     
    Eine wichtige Spezifikation im Hinblick auf PCI-Express ist die "ATX12V v2.0"-Spezifikation. Es gibt allerdings Hersteller, die statt des alten 20-poligen Steckers den neuen 24-poligen verwenden und dann die Erfüllung dieser Spezifikation behaupten. Damit ist Ihnen nicht gedient. Einzelheiten, was die neuen Netzteile einhalten sollen und warum finden Sie
     
     (www.antec.com/pdf/article/ATX12v2_de.html)
     
    Wie bei Gehäusen unterscheidet man auch bei Netzteilen zwischen lüfterlos, nicht lüfterlos und lüfterlos mit Zusatzlüfter
     
    Die Spulen erzeugen - insbesondere unter großer Last - Geräusche, die aber bei nicht lüfterlosen Modellen vom Geräusch des Lüfters meist überdeckt werden.
     
    Eine sicherlich gute Strategie ist es, lüfterlose Modelle mit Zusatzlüfter zu wählen, so dass erst bei hoher Last der Lüfter mit höherer Drehzahl laufen muss.
     
    Watt-Angaben der Netzteile sagen nicht viel über deren Dauerleistungsfähigkeit. Probleme gibt es viele:
     
    Es gibt in dieser Branche keine klaren Regeln, wie die Wattangaben zu messen sind.
     
    Die Leistungsfähigkeit des Netzteil sinkt um so stärker,
     
      -  je wärmer ein Netzteil im Betrieb wird und
     
      -  je stärker der Spannungsabfall des stromliefernden Netzes im Verhältnis zur Standardspannung ist.
     
    Diese Angaben erfahren die Verbraucher in den Datenblättern der Netzteile im allgemeinen nicht.
     
    Wichtig sind also die Wattangaben bei einer Arbeitstemperatur von 40 oder besser noch 50°C. Auch auf die Spannungsbereich und die Wattzahl ist zu achten.
     
    Wichtig für die Leistungsfähigkeit und für die Wärmeentwicklung ist der Wirkungsgrad, der nur sehr ungern angegeben wird. Ein sehr guter Wirkungsgrad liegt bei 80%.
     
    Wichtig dabei ist aber, bei welcher Last welcher Wirkungsgrad erreicht wird. Ein 600W-Netzteil, dass im Bereich bis 260 Watt eine schlechtere Effizien hat als ein 300W-Netzteil ist auf jeden Fall die schlechtere Wahl (siehe Beispiel im "article28-page4").
     
    Die Reklame der Hersteller versucht sich in Wattangaben zu überbieten und den Endverbraucher glauben zu machen, dass ungeheure Wattleistungen benötigt werden. Die heutigen Athlon und P4-Systeme benötigen zwischen 200W und 300W. Letzteres nur im wirklich voll ausgebautem Zustand. Die Angaben von AMD und Intel liegen noch darunter.
     
    Aktive Power Factor Correction (APFC) ist zu empfehlen.
     
    Wenn man bei den Gehäusen auf Lüfter nicht verzichten kann oder will, dann gilt es zu Bedenken:
     
    In welchem Maße mindern lüfterlose Netzteile die Gesamtgeräuschbelastung?
     
    Trägt der Lüfter des Netzteil zur Belüftung des Gehäuses bei?
     
    Das Netzteil muss einen PCIe-Grafik-Konnektor haben.
     
    Empfohlene Netzteile durch SPCR - Dort auch Links zu Reviews und Foren  (www.silentpcreview.comarticle28-page6.html)
     
    Seasonic S12-430 (SS-430HB Active PFC) - 100 $
     
    Nicht lüfterlos aber sehr leise. Im unteren Lastbereich 18dB, in höheren steigend, aber immer unter den Werten des Antec Phantom 500, der aber leiser ist, als alle anderen.
     
    oder der kleinere Bruder:
     
    Seasonic S12-330, S12-380 (SS-330HB, SS-380HB Active PFC)
     
    Silverstone ST30NF  -  lüfterlos
     
    Antec Phantom 350  -  lüfterlos
     
    Über die Ausfallhäufigkeit gibt es keine so positiven Berichte. Auf der oben angegebenen Seite führt ein Link zu einem Forum über dieses Netzteil.
     
    Antec Phantom 500 - Review  (www.silentpcreview.com/article241-page1.html)
     
    Lüfterlos mit Zusatzlüfter. Hat PCIe-Stecker. Zwei 12V-Stränge. Gleich teuer wie Antec 350. Einsatzpunkt des Zusatzlüfter in drei Stufen regulierbar.
     
    Lüfter ist - wenn er überhaupt einsetzt - verglichen mit anderen Netzteilen sehr leise.
     
    Als Netzteil meiner Wahl habe ich die Einzelheiten anderer Netzteile nicht weiter verfolgt.
     
    Weitere Netzteile, die gut sein sollen:
     
    Elan Greenerger - Idealer passiver Betrieb, Lüfter schaltet sich bei Bedarf.
     
    PCIe-Stecker scheint zu fehlen. Nur 20-poliger Stecker statt 24er.
     
    Yesico 420 Watt - ganz lüfterlos
     
    Weitere empfohlene Netzteile:
     
    AcBEl NMT-2F/2GML (bei  (www.noisemagic.de))
     
    Silentmaxx Semi Fanless
     
    Ein extrem leiselaufender Lüfter wird nur bei Bedarf zugeschaltet.
     
    Chill Innovation - preiswerter, sehr niedriger Geräuschpegel
     
    BeQuiet - wie vor
     
     
    Gehäuselüfter:  Qualität, Entkopplung und Regelung
     
    Um die Geräuschentwicklung eines Lüfters zu minimieren sind zu fordern:
  • Hochwertige, leiselaufende Lüfter:
     
    Nexus 120: 7 Volt-Version und 10,5 Volt-Version
     
    Blacknoise Noiseblocker Ultra Silent Fam SX1
     
    Pabst 4412F/2GLL - 120er - "ich bin leise"-Version - 1000 rpm
  •  
  • Die Entkopplung der Lüfter vom Gehäuse:
     
    Lieferer von GummiNippeln zur Entkopplung:  A Conto, Verax
  •  
  • Eine Regelung der Umdrehungszahl in Abhängigkeit von der aktuellen Temperatur
     
    T-Balancer Lüftersteuerung (Admin Tipp)
  •  
     
     
    CPU:  Kühlung
     
    Gefunden in SPRC-Reviews, noch zu untersuchen:
     
    Arctic Cooling Freezer 64 CPU heatsink, fan at ~1000 RPM using BIOS fan controller in the motherboard.
     
    Bei der passiven Kühlung von Prozessoren gilt die "Scythe NCU-2000" als das Non-Plus-Ultra (60,- $/ 70,- EUR). Es handelt sich dabei um einen Kühlerturm, der auf die CPU aufgesetzt wird und der in der Heatlane-Technologie ausgeführt ist, einer weiteren, speziellen Form der Heatpipe-Technologie. Inzwischen gibt es die Version NCU-2005.
     
    Die sehr vorbildliche und und ausführliche Einbauanleitung wird nicht mitgeliefert, sondern kann vom Server des Herstellers heruntergeladen werden:
     
    Beim Einbau muss beachtet werden, dass der Kühlers so ausgerichtet wird, dass die Flussrichtung des Luftstroms der Konvektion entspricht, die im Rechner herrscht. Die Kupferplatte, auf der der Kühler montiert wird, kann um 90° gedreht werden.
     
    Für moderne Hochleistungs-CPUs reicht diese Kühlung aber nicht aus. Daher ist ein zusätzlicher Lüfter erforderlich, der auf die NCU-2000 aufgesetzt werden sollte. Am besten ist ein 120er Lüfter.
     
    Lüfter zum Beispiel: 
     
    - Nexus 120-7V (20 CFM, praktisch nicht hörbar)
     
    - besser Nexus 120-10.5V
     
    Er ist nach Untersuchungen von Rainer Teschke (siehe unten) auch für Prozessoren mit dem Sockel 939 (Athlon64) geeignet (steht nicht im Datenblatt von Scythe NCU-2000):
     
    Der Athlon64 3500+ mit Winchesterkern (90-nm-Struktur) erreicht unter Volllast mit diesem Kühler nicht mehr als 60°.
     
     (www.scythe.co.jp/en/cooler/NCU-2000)
     
     (www.scythe-usa.com)
     
    Testberichte bei
     
     (www.teschke.de)
     
     (www.silentprcreview.com/article187-page1.html)
     
    auf Seite 5:  Die Befestigung des Lüfters einfach mit Draht
     
     (www.silenthardware.de)
     
     (www.tweaker4u.de)
     
    PhasePlanes können gebogen werden. Dabei darf ein Radius von 12 mm nicht unterschritten werden. Richtig montiert bewirken diese PhasePlanes wahre Wunder:
     
    Der Athlon64 (mit Winchester-Kern) kam im Leerlauf nicht über 30°, bei Volllast auf 50 bis 55°.
     
    Hersteller ist die US-amerikanische Firma "ThermoTek".
     
    Regelung der Prozessor-Lüftung in Abhängigkeit von der Temperatur des Prozessors (auf dem Mainboard auslesbar) und nicht in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur des Prozessors
     
    Diese Regelung erfolgt über das BIOS-Setup oder über BetriebssystemSoftware: Ein möglichst leistungsfähiger Kühlkörper im Verbund mit einem ungeregelten Ventilator. Denn die Regelung erfolgt ja durch die gerade erwähnte Software und zwei Regler hintereinander sind nicht empfehlenswert.
     
    AMD Warnung:  "Never boot an AMD Athlon or AMD Duron processor without a heatsink and fan installed."
     
    AMD gibt auf seinen Seiten eine ganze Reihe von Ratschlägen zu Fragen wie Anpressdruck des Kühlkörpers auf den Prozessor, dem geeigneten Wärmeleitmaterial zwischen beiden und deren Aufbringung, empfohlene Kombination von Kühlkörper und Ventilator. Bei den empfohlenen Kühlkörpern wird meist auch das Wärmeleitmaterial mitgeliefert.
     
    Als Wärmeleitmaterial rät AMD dringend von Phase Change Material ab, weil die Verklebung so stark ist, dass beim Entfernen des Kühlkörpers Schäden entstehen.
     
    Phase Changer sind eine spezielle Sorte von Wärmeleitpads, die als Wärmeleitmaterial zwischen Prozessor und Kühler eingesetzt werden.
     
    Phase Changer sind etwas völlig anderes als Phase Planes. Phase Planes sind eine besonder Art von Heatpipes (siehe unten).
     
    Eine Artikel zum wirklich notwendigen Grundverständnis, um was es bei den Wärmeleitmaterialien zwischen CPU und Kühlkörper geht, so dass man die dieses notwendige Material nicht kontraproduktiv einsetzt, findet sich hier:
     
    Heat Transfer and Thermal Interface Products  (www.antec.com/pdf/article/info_DIYArticle2.html)
     
    In Kurzfassung:  Beide Oberflächen sind rauh, so dass beim Kontakt sehr viel Luft eingeschlossen wird. Die aber ist ein guter Wärmeisolator. Deshalb muss diese Luft heraus und zwar so, dass der Kontakt Metall auf Metall erhalten bleibt. Zuviel und zuwenig Wärmeleitmaterial zwischen den beiden Oberflächen sind also auf jeden Fall zu vermeiden.
     
    Am besten ist ein Compound (=Leitpaste?), die dünn aufgetragen wird, entsprechend den Anweisungen des Herstellers. Ein zuviel davon, dass an den Seiten herunterfließt, kann die übrigen Bauteile beschädigen und möglicherweise auch zu Kurzschlüssen führen, da manche Materialien elektrisch leitend sind.
     
     
    Festplatten:  Geräuschpegel
     
    Samsung SV0802N:   Die c't hat 2004 unter 144 Festplatten die Samsung SV0802N als leiseste herausgefunden. Dies war auch die Empfehlung von Rainer Teschke.
     
    Diese ist wahrscheinlich die einzige, die man als "sehr leise" einstufen kann.
     
    Größe der Festplatte:  80 GB - 5400U/min.
     
    Dies ist keine SATA-Platte, geschweige denn eine SATA-II-Festplatte.
     
    Wenn ein leise Festplatte nicht groß genug ist, dann eine zweite Festplatte mit Raid Kontroller im Mainboard verwenden. Durch zwei Platten im Verbund wird auch der Durchsatz erhöht.
     
    Samsung Spin Print SP 1614N - 160 GB mit Silentmaxx HD Silencer
     
     
    Festplatten:  Entkopplung
     
    Gefunden in SPRC-Reviews, noch zu untersuchen:
     
    Hard Drives, suspended in NoVibesIII suspension devices.
     
    Die Geräusche können vermindert werden, wenn man die Festplatten entkoppelt durch
     
    Gummipuffer (Zalmann und Co.), vertikal montiert, sind sehr effektiv.
     
    Resilent grommets at the screw mounting points
     
    "Raptor Vibes" von Innovatek
     
    Silentmaxx HD Silencer (für Festplatten)
     
    Cooltek Disk Silencer
     
    Dämmgehäuse (auf jeden Fall)
     
     
    Festplatten:  Kühlung
     
    Zalmann HD Heatpipe Kühler
     
     
    Grafikkarten:  Kühlung
     
    Die aktuellen ATI Hochleitungskarten RX800.. lassen sich noch passiv (Heatpipe-Kühlung) kühlen. Die gleich leistungsfähigen GeForce 6600er Nvdia-Karten und die Nvidia GeForce 6800er-Karten aber nicht mehr (->Teschke).
     
    Da die Nvidia-Karten sind Linux-freundlicher, stellt sich die Frage, welche Lüfter für die Nvidia-Karten zur Verfügung stehen:
     
    GeForce 6600:  Aerocool VM 101
     
    Scythe:  6800 -> Artic Cooling / ATI Silencer
     
    "NV Silencer 5" für GeForce 6800er (auch GT und Ultra)
     
    Antec scheint auch Kühler zu haben:
     
     
    Mainboard und Prozessor
     
     
    Der Prozessor:  64-Bit
     
    Die Ausführungen der c't 2004, Heft 22, Seite 202, Stichwort "Pinguin 64" [1] zeigen, dass ein AMD64-Linux-Rechner keine größeren Probleme bereitet als ein 32-Bit-Modell. Denn die Probleme liegen bei den kommerziellen Treibern.
     
    Diese Ausführungen der c't beziehen sich noch auf Suse-Linux 9.1. Inzwischen ist 9.3 verfügbar
     
     
    Der 64-Bit-Prozessor:  AMD statt Intel
     
    Der AMD Athlon64 für Arbeitsplatzrechner ist seit längerer Zeit unter Linux im Einsatz. Es gibt von SuSE getestete Mainboards.
     
    Die Möglichkeit, Takt und Kernspannung herunterzusetzen, wenn nicht die volle Leistung des Prozessors benötigt wird, gibt es bei allen Athlon64 Prozessoren, beim Intel Pentium 4 erst mit der neuesten 6xx-Serie (hoher Preis, geringe Verfügbarkeit). ([3] c't 2005, Heft 5, Seite 106ff.) Dies bremst Wärmeentwicklung und erleichert damit eine leise Kühlung.
     
    AMD hat im Athlon64 die Speicherverwaltung integriert. Das entlastet den Frontsidebus sehr stark, da dieser nur noch Transaktionen zu Festplatten und Peripherie teilen muss. Mit dieser Integration wurde es auch möglich den Chipsatz auf einen IC-Baustein zu reduzieren (so: Nvidia).
     
    Mit dem AMD-Sockel 939 stehen auch zwei Speicherkanäle und das Hyper-Transport-Interface mit 100 MHZ.
     
     
    Das Mainboard:  PCI-Express  +  SATA II
     
    Die Entscheidung für PCI-Express (PCIe) und SATA II ist begründet mit dem Kriterium 2 nach einem möglichst leistungsfähigen Rechner mit möglichst langer Standzeit.
     
    PCI-Express ist schneller und flexibler als PCI:
     
    PCI-Express ist kein Bus für alle Geräte, sondern bringt individuelle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (Lanes), deren Zuordnung allerdings die Mainboard-Hersteller festlegen.
     
    Der Grafiksteckplatz heißt PEG (PCI Express Grafik). Die aktuellen Mainboards besitzen zwei PEG-Steckplätze, die wahlweise mit 2 x 8 Lanes oder 1 x 16 Lanes beschaltet werden können.
     
    8 Lanes ermöglichen eine Übertragungsrate von 2 GB, was für heutige Grafikkarten ausreichend ist.
     
    Praktische Test haben gezeigt, dass in dem zweiten Slot auch eine 4-Lane-breite Dual-Gigabit-Ethernetkarte ihren Dienst aufnehmen kann.
     
    Bei einer 16-Lane Beschaltung (=NON-LSI-STellung) liegt -je nach Mainboard-Hersteller- der zweite Slot entweder brach oder erlaubt eine PCIe-x1-Karte (mit 1 Lane).
     
    Außer Grafikkarten -und der eben erwähnten Ehternetkarte- gibt es bisher aber noch keine PCIe-Karten. "Grafikarten sind aber mittlerweise gut verfügbar." ([3] c't 2005, Heft 5, Seite 111)
     
    SATA II bringt hohe Übertragunsraten bis zu 300 MBit/s, wenn der Chipsatz dies erlaubt und das von SCSI her bekannte "Native Command Queuing (NCQ)", was ebenfalls den Durchsatz wesentlich steigert.
     
    Zur SATA II Spezifikation gehört auch ein neuer Stecker, der endlich eine sichere mechanische Verbindung für den Anschluss der Festplatten bietet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Mainboard-Hersteller mit der Implementation der SATA II Schnittstelle auf dem Board auch diese neue Steckverbindung verwendet.
     
     
    Der Chipsatz:  Nvidia nForce4 LSI oder Ultra
     
    Für Athlon64 mit PCIe gibt es drei Chipsätze:
     
    Nvidia nForce 4, VIA K8T890 und ATI Radeon Xpress 200.
     
    Nach Ausführungen der c't 2004, Heft 3, Seite 92f [2] scheidet der VIA-Chipsatz aus und nach den Ausführungen in c't 2005, Heft 4, Seite 175 [5] auch der ATI Chipsatz.
     
    Den verbleibendn Nvidia Chipsatz nForce 4 gibt es in einer einfachen Ausführung, der Pro-Version und zwei leistungsfähigeren: der Ultra- und der LSI-Version.
     
    Nur die leistungsfähigeren Versionen beherrschen 300 MBit/s-SATA II mit Native Command Queing (NCQ) und Hot-Plugging.
     
    Sie besitzen außerdem eine Hardware-Firewall, "Active Armor" genannt, die bei hohen Transfergeschwindigkeiten die Prozessorlast stark senken soll.
     
    Der LSI-Chipsatz zwei identische Grafikkarten zu steuern. Die zweite Grafikkarte wird durch einen spezielle Verbindung an der Oberseite der Karten an die erste Karte angekoppelt. Die 3D-Leistung soll dadurch - laut Nvidia - annähernd verdoppelt werden.
     
    Auch wenn diese Spezialität nur für die 3D-Abhängige von Bedeutung ist, so gehören Boards mit diesem Chipsatz zur Auswahlmenge: Man muss ja das Board nicht mit zwei Grafikkarten bestücken.
     
    Besonders wichtig:  Der nForce4 erkannte unter Linux alle Geräte, der Radeon Xpress 200 nicht.
     
     
    Der Prozessorsockel:  939
     
    Für den Athlon64 gibt es zwei Prozessorsockel: 754 und 939. In Frage kommen kann nur der 939, da nur dieser PCI-Express unterstützt.
     
    Mit diesem Sockel und dem Chipsatz nForce 4 kann der Athlon64 nicht nur über einen sondern über zwei Kanäle auf den Speicher zugreifen, um die maximale Leistung des Prozessors auszunutzen.
     
     
    Der Prozessor:  90-nm-Kern
     
    Für den Sockel 939 stehen beim Athlon64 zur Zeit zwei Typen von Prozessorkernen zur Wahl: 130-nm-Kerne und 90-nm-Kerne, wobei die Umstellung auf 90-nm-Kerne im vollen Gange ist.
     
    Die neuen 90-nm-Strukturen entwickeln wesentlich weniger Wärme. Von daher ist die Entscheidung klar.
     
    Wieviele Typen von 90-nm-Kernen es zur Zeit gibt, scheint sich ständig zu ändern. Ganz neu tauchen die Bezeichnungen "Palermo" und "Toledo" auf. Schon etwas bekannter sind die Typen "Winchester", "San Diego", und "Venice". Die AMD-Prozessortabelle (www.amd.com) gibt Auskunft über den aktuellen Stand: Die letzten beiden Buchstaben der OPN-Nummer geben an, um welchen Kern es sich handelt. Für 90-nm-Strukturen:
    
    BN = San Diego (1 MB L2-Cache, sonst identisch mit Venice)
    BP = Venice    (512 kB L2-Cache, variable Kernspanng)
    BI = Winchester (1,4 Volt Kernspannung)
    
        
     
     
    San Diego und Venice verfügen über neue Eigenschaften:
     
    - E4 Stepping, um den Strombedarf weiter zu senken (Wärmeregulierung) und
     
    - SSE3 Intel Befehlssatz.
     
    Der schnellste, aktuell verfügbare Prozessor mit 90-nm-Kern taktet mit 2,2 GHz und besitzt 1 MB L2-Cache (San Diego-Kern, OPN: ADA3700DAA5BN). Er wird von AMD im Markt als "Athlon64 3700+" bezeichnet. (Stand: 8.5.2005)
     
    Der Preis dieses Prozessors, in der c't 2005, Heft 5 noch mit 444,- EUR angegeben, ist laut aktueller Tabelle von AMD auf 329,- $ = 253,- EUR gefallen.
     
    Hinweis:  Die AMD-Markt-Bezeichnung der Prozessoren sagt nichts darüber aus, welcher Kern in dem Prozessor steckt. Dies kann man oft nur mit eine Spezialwerkzeug auslesen. Es sind sicher noch ältere Modelle im Handel! Achten Sie auf die OPN-Nummer (Ordering Part Number), die jedoch nicht auf der CPU oder der Verpackung bei einem Boxed-Prozessor zu erkennen ist. Die OPN steht aber auf dem Heatspreader direkt unter dem Schriftzug "Athlon64".
     
    Beispiel: Die OPN-Nummern der verschiedenen Kerne beim "Athlon 64 3500+":
     
    ADA3500DEP4AS
     
    ADA3500DEP4AW
     
    ADA3500DIK4BI
     
    ADA3500DAA4BP
     
    AMD bietet in dieser Prozesstabelle auch zwei weiterführende Informationsmöglichkeiten:
     
    1. Beliebige Prozessoren mit einander zu vergleichen: Es wird eine Vergleichstabelle generiert.
     
    2. Sich Details zu jedem der Prozessoren anzeigen zu lassen.
     
     
    Das Mainboard:  MSI  K8N Neo4 Platinum
     
    Wenn Sie alle von AMD-getesteten Boards zu einem Prozessor wissen möchten, AMD hat in seinem Internetauftritt eine entsprechende Abfragemöglichkeit, die allerdings nicht leicht zu finden ist:
     
    Im Kopf: ->Processors ->Develop with AMD
     
    Linke Spalte: ->Hardware Design ->AMD Athlon64 Prozessor
     
    Kasten rechts: "System Components" rechts: AMD Athlon64 Processor Family Recommended Motherboards
     
    Auch weitere Informationen von Bedeutung sind dort zu finden zum Beispiel über
     
    ->Processors ->Product-Information ->1.oben links Technologie ->AMD64 ->Solutions
     
    Eine umfangreiche Liste von Athlon 64 Mainboards findet auf den Seiten von Silent PC Preview: Cool-n-Quiet Athlon 64 Motherboards  (/www.silentpcreview.com/article172-page1.html)
     
    Den Focus bei der Auswahl der Mainboard lag bei mir auf MSI-Boards.
     
    Zum einen weil die SuSE-Hardwaredatenbank das MSI-Board K8T-Neo-Serie als voll kompatibel mit SuSE-Linux ausweist.
     
    Zum anderen, weil das "MSI K8T Neo 2" die Redaktionsempfehlung von ZDNet ist.
     
    Desweiteren, weil im PC-Magazin 11/04 das MSI-Board "915P K8N Neo2 Platinum" als bestes Board abgeschnitten hat.
     
    Zum vierten, weil im Chip-Heft 4/05 das MSI-Board "K8N Diamond" als bestes Board abgeschnitten hat.
     
    Und schließlich noch durch folgende Information der No-Noise-Seiten von Rainer Teschke (siehe unten: Praktische Ratschläge):
     
    "Einen sehr guten Kompromis aus Leistung, BIOS Einstellungen und minimalem Lüfterbetrieb bieten alle MSI Mainboards die mit CoreCell Technologie ausgestattet sind."
     
    Das MSI-Board K8N SLI Diamond hat allerdings folgende Nachteile:
     
    - Noch keine SATA II Steckverbinder
     
    - Keine PCIe-x1-Steckplätze.
     
       Der zweite Grafiksteckplatz wäre aber als PCI-x1-Steckplatz nutzbar.
     
    Das MSI-Board K8N LSI Diamond besitzt zwei PEG-Slots für Grafikkarten und eine sehr guten Soundchip. Es handelt sich also um ein Board das für SpieleEnthusiasten mit absoluten 3D-Anforderungen. Dies wird aber teuer erkauft: Eine zweite, teure Grafikkarte - mit enormem Strombedarf. Das erfordert ein teures Netzteil. Die hohe Abwärmelast machen sehr teure Kühlungsmaßnahmen notwendig, wenn man den Rechner in seiner Nähe haben will.
     
    Bei den heutigen Hochleistungsgrafikkarten ist eine zweite Grafikkarte selten unabdingbar. Deshalb: MSI hat ein weitgehend baugleiches Mainboard, das "MSI K8N Neo4 Platinum". Die - aus meiner Sicht - hauptsächlichen Unterschiede sind
     
    - 1 PEG (x16), 2 PCIe (x1), 4 PCI    statt  
     
       2 PEG (x16), 0 PCIe (x1), 3 PCI 
     
    Die Karte hat genau die fehlenden PCIe-x1 Steckplätze
     
    - Einfacher Soundchip  statt
     
       Creative Labs Soundblaster Live! 24-Bit (CA0106-DAT)
     
    Wer guten Ton wünscht, kann eine Soundkarte installieren.
     
     
    Die Speicherchips:  DDR-Chips
     
    Der Athlon64 erreicht mit herkömmlichen DDR-Bausteinen eine gute Leistung. Eine Liste der zu jedem Board kompatiblen, im Markt befindlichen Chips findet man auf Server von AMD.
     
     
    Weiterführende Informationen zum Athlon64
     
    Cool-n-Quiet Athlon 64 Motherboards  (www.silentpcreview.com/article172-page1.html)
     

     
    Ergänzende Hinweise bitte an:  Hans-Josef Heck     -  hjh"@antispam at"mail.fsub.de