Praktikable Netzwerklösungen für Schulen
(B. Halbwachs)
Bei der Frage nach geeigneten Hard- und Softwarelösungen im Rahmen der
Ausstattung der Schulen durch die Gelder der e-nitiative (NRW) stehen vielen
Schulen vor dem Problem der richtigen Einschätzung und Beurteilung, wie eine
für Ihre Schule geeignete Netzwerklösung aussehen kann. Der folgende Leitfaden
will schulgerechte und somit praxisrelevante Informationen und
Entscheidungshilfen zum Aufbau von Netzwerken in Schulen bieten. Die
vorgestellten Lösungen sind in der Schulpraxis in Zusammenarbeit mit
IT-Experten entwickelt, erprobt und evaluiert worden.
Zunehmend entdecken jetzt Anbieter aus dem Computerbereich den Schulmarkt und
bieten hier Netzwerklösungen an.
In der Regel gilt aber hier: Die angebotenen Netzwerklösungen sind zwar
selbstverständlich funktionsfähig, erfüllen jedoch bei weitem nicht die
Bedürfnisse und Anforderungen von Schule. Häufig wird von diesen Firmen
argumentiert, dass man über langjährige Erfahrungen in kleinen oder
mittelständischen Unternehmen verfüge und eine Netzwerklösung für eine Schule
ein Leichtes sei. Dies ist aber nur in sofern richtig, als dass die
Funktionsfähigkeit gewährleistet ist, wer diese Systeme administrieren und
bezahlen soll, bleibt offen.
Mit Blick auf die Voraussetzungen von Schule haben sich insbesondere drei
Kriterien als entscheidend für Schule erwiesen, was die Praktikabilität und
Handhabbarkeit der Netzwerklösungen anbetrifft.
Weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass Schulen über Ressourcen in der
Netzwerktechnologie verfügen, ist somit der erste Anspruch den eine
schulgerechte Netzwerklösung erfüllen muss, eine einfache Bedien- und
Handhabbarkeit des Systems.
Dies bedeutet in der Praxis, dass es jeder Kollegin und jedem Kollegen möglich
sein muss, ohne Netzwerk- und Computerkenntnisse nach einer kurzen Einweisung
mit dem System umzugehen.
Damit Netzwerke in Schulen erfolgreich laufen können, ist es darüber hinaus
unabdingbar, dass diese Systeme ein Höchstmaß an Betriebssicherheit
gewährleisten müssen.
Keine Schule/ Kommune verfügt über die finanziellen Ressourcen bei
auftretenden Betriebsschwierigkeiten jedes Mal Netzwerkspezialisten mit der
Behebung der Probleme zu beauftragen. Ein schulgerechtes System ist so
konzipiert, dass es grundsätzlich von der Programmierung her stabil angelegt
ist, Optionen für Weiterentwicklungen offen hält, sowie im Ausnahmefall eine
Problembehebung per Fernwartung ermöglicht. Der Faktor für so entstehende
Kosten bei Netzwerklösungen, die regelmäßige Systembetreuung von Außen
benötigen, ist immens hoch und wird häufig noch übersehen. Dieser Aspekt
sollte aber im Vorfeld der Überlegungen unbedingt miteinbezogen werden.
Auf die Auswahl der geeigneten Softwarelösungen, die ein Netzwerk
administrieren, soll im weiteren Verlauf noch näher eingegangen werden. An
dieser Stelle soll nur daraufhingewiesen werden, dass für schulgerechte
Netzwerklösungen nicht mehr als 2500 DM ausgegeben werden sollten. Teurere
Lösungen heißen in diesem Fall nicht bessere Lösungen, sondern ungeeignetere,
weil sie nicht für die Anforderungen von Schule sondern als allgemeine
Netzwerklösungen für Firmen und Betriebe entwickelt wurden.
Der Preisfaktor spielt auch bei der Anschaffung des gesamten Systems, vor
allem der Schülerarbeitsplätze eine entscheidende Rolle. Auch wenn das Angebot
auf den ersten Blick verlockend erscheint, sollten vermeintlich günstige
Angebote aus Discount- oder Technikmärkten mit besonderer Skepsis begegnet
werden.
Auch wenn die Testberichte vieler Computerzeitschriften gut Ergebnisse für
diese Geräte testieren, bleibt festzustellen: Häufig handelt es sich bei dem
Innenleben dieser Geräte um minderwertige Qualität, insbesondere was
Grafikkarten, Soundkarten und Motherboards, sowie Monitore und Tastaturen
anbetrifft. Mit Produkten aus den oben genannten Quellen beziehen Schulen
darüber hinaus häufig Betriebssoftwarelizenzen, die als Schullizenzen
wesentlich günstiger am Markt zu erhalten sind.
Was die Hardware angeht, ist ein Fachgeschäft immer die richtige Adresse,
zumal in einem guten Fachgeschäft die Möglichkeit besteht, die einzelnen
Systemkomponenten auszuwählen und aufeinander abzustimmen. Hier gilt die
Empfehlung, nicht am falschen Ende zusparen. Schlecht kompatible Systeme oder
eine geringere Lebensdauer führen schon mittelfristig neben dem anstehenden
Ärger zu erheblich höheren Kosten durch Reparatur bzw. Ersatz.
Zur Zeit sollte ein ausreichend ausgestatteter Schülerarbeitsplatz folgende
Komponenten enthalten:
Big Tower PIII 700 MHz
ASUS P3C2000
128 MB SDRAM
Matrox G 400 DH 32 MB AGP
Sound Blaster 128 PCI
Festplatte 20,5 GB WD
CD-ROM 48x,
3,5" Laufwerk
Tastatur + Maus
Monitor 17´´
Drucker
In einem Netzwerk kann von allen Schüler- und Lehrerarbeitsplätzen aus auf
Programme und Datenbestände zugegriffen werden, die auf der Festplatte des
File Servers oder auf dem CD-ROM Server (Rechner zur Verwaltung des Netzwerkes
und zur Bereitstellung von Datenträgerkapazität) abgelegt sind. Auch Drucker
und CD-ROM-Laufwerke können zur gemeinsamen Nutzung freigegeben werden. Die
Computerarbeit in den Klassen kann somit Fächer- und Klassenübergreifend
gestaltet werden.
Über einen einzigen Telefon- oder ISDN-Anschluss kann an allen vernetzten
Rechnern gleichzeitig im Internet gearbeitet werden. Sofern noch nicht
geschehen, sollte über den Verein ,Schulen ans Netz e.V.' der von der
Deutschen Telekom finanzierte Anschluss beantragt werden.
Hinsichtlich der Verarbeitungsgeschwindigkeit und des verfügbaren
Arbeitsspeichers wird sich durch die Vernetzung keine Verbesserung ergeben, da
die Kapazitäten des Servers lediglich für die Bereitstellung von Dateien
verwendet werden, die Programme jedoch weiterhin in den einzelnen
Arbeitsplatzrechnern ablaufen.
Auch bei Anwendungsprogrammen, die auf einem zentralen Datenträger im Netzwerk
bereitgestellt werden, richten sich die Lizenzkosten in der Regel nach der
Anzahl der Arbeitsplätze, an denen das Programm eingesetzt wird.
Für die Unterrichtsorganisation und die Betreuung der Rechnerausstattung ist
der Einsatz eines Netzwerkes sehr zweckmäßig. Durch leistungsfähige
Mechanismen
zur Gewährleistung der Datensicherheit,
zur Einhaltung der Datenschutz- und Urheberrechtsbestimmungen,
zur Abwehr von Computerviren,
zur Sicherung und Wiederherstellung von Rechnerkonfigurationen
und zur Automatisierung von Installations- und Wartungsarbeiten kann die
Instandhaltung der einzelnen Arbeitsplatzrechner erheblich vereinfacht
werden.
Im Falle einer Netzwerkbeschaffung sollten die Hard- und Softwarekomponenten
dem Industriestandard entsprechen. Damit ist neben der Zukunftssicherheit der
nicht unerheblichen Investition ein hohes Maß an Betriebssicherheit
gewährleistet.
Bei der Konfiguration eines lokalen Netzwerkes sind die folgenden
grundlegenden Entscheidungen - in gewissen Grenzen unabhängig voneinander - zu
treffen:
In einem Schulnetzwerk sollte der Server folgende Dienste anbieten:
Fileserver:
Der Fileserver stellt Speicherplatz im Netzwerk zur Verfügung. Der große
Vorteil beim Sichern von Dateien auf einem Fileserver ist, dass der Benutzer
von jedem Client auf seine Dateien zugreifen kann. Außerdem können die
Dateien auf dem Fileserver regelmäßig gesichert werden.
Mailserver:
Der Mailserver bietet die Möglichkeit Mails im internen Netzwerk (Intranet)
zu Verschicken, ohne dabei eine Verbindung zum Internet herzustellen.
Proxy-Server:
Webseiten werden auf dem Server gespeichert, um den beim wiederholten
Zugriff direkt verfügbar zu sein.
Intranetserver:
Der Intranetserver ist ein Webserver, der aber nur im internen Netzwerk zu
erreichen ist.
CD-ROM Server:
Der CD-ROM Server stellt Daten einer CD-Rom allen Computern im Netzwerk zu
Verfügung. Mit dem CD-ROM Server können alle Clients auf den Inhalt einer
CD-ROM zugreifen.
Printserver:
Ein Printserver bietet die Möglichkeit, Drucker im Netzwerk bereitzustellen.
Dadurch können alle Clients auf einem Drucker drucken. Der Standort des
Druckers ist dabei beliebig.
Router:
Ein Router ist ein Rechner, der Datenpakete aus einem Netzwerk in ein
anderes weiterleitet. (z.B. vom Internet in das LAN)
Masquerading:
Durch Masquerading ist es möglich, ein ganzes Netzwerk hinter einer
IP-Adresse zu verstecken. IP-Adressen sind heute im Internet knapp. Die
meisten Internetbenutzer bekommen, wenn sie sich anmelden, eine IP-Adresse
von ihrem Provider zugewiesen. Wenn aber mehrere Rechner über diese
IP-Adresse auf das Internet zugreifen wollen, müssen diese maskiert werden.
Das bezeichnet man dann als Masquerading
Es mag zunächst vorteilhaft erscheinen, den Server gleichzeitig als
Arbeitsstation verwenden zu können. Eine solche Lösung ist unter Umständen für
die Vernetzung von bis zu drei Computern in Kleinbetrieben angebracht. Für den
Einsatz in Schulen bietet sie keine hinreichende Betriebssicherheit.
In Schulen ist der Einsatz von Ethernet-Netzwerkkarten zu empfehlen. Diese
bieten neben dem günstigen Preis, der einfachen Verkabelung und der hohen
Übertragungsgeschwindigkeit vor allem Zukunftssicherheit durch ihre weite
Verbreitung und die Akzeptanz bei Hard- und Softwareentwicklern.
Bei der Beschaffung ist darauf zu achten, dass die Netzwerkkarten über einen
Anschluss für die bereits vorhandene oder geplante Verkabelung verfügen.
Aus der Vernetzung ergeben sich keine speziellen Anforderungen an die
einzelnen Arbeitsplatz-Computer (Workstations). Es können Computersysteme mit
unterschiedlicher Ausstattung (Prozessortypen, Grafikkarten, Betriebssysteme)
innerhalb eines Netzwerkes eingesetzt werden.
Da die Festplatte des File Servers im gesamten Netzwerk zur Verfügung steht,
könnte grundsätzlich auf lokale Datenträger in den Workstations verzichtet
werden. Allerdings ist beim Einsatz von Windows die Verwendung lokaler
Festplatten dringend zu empfehlen. Auch die unterschiedlichen Anforderungen an
Softwareinhalte in den Klassen macht einen lokalen Datenträger unverzichtbar.
Der Einsatz von effizienter Software wie Budenberg, Programme aus dem Träger
Verlag, Rosenkränzer, Tosberg, Colli von Sommer-Stumpenhorst usw. setzt eigene
Festplatten auf den Workstations voraus.
Es gibt heute mehrere Netzwerkbetriebssysteme (Betriebssystem des File
Servers), die sich - mit unterschiedlichen Leistungsschwerpunkten - für den
Einsatz in Schulen eignen:
Windows NT oder Windows 2000 (Microsoft)
Weite Verbreitung, aber nur unzureichend geeignet für Schulen, nicht zu
verwechseln mit Windows 95/98 oder Millenium, die als Benutzeroberfläche an
den Arbeitsplatzrechnern der Schüler dienen. Bei Windows NT, Windows 2000
handelt es sich um eine Netzwerklösung.
NetWare (Novell)
Hohe Betriebssicherheit, elegante Verwaltung, erfordert jedoch umfassende
Computer- und Netzwerkkenntnisse. Wenig geeignet für Schulen, da für alle
Arbeiten am Server ein ausgebildeter Netzwerkadministrator zur Verfügung
stehen muss.
Linux (Suse)
Hohe Betriebssicherheit, minimale Kosten, offenes System, in der Schulpraxis
bereits erprobt und bewährt und stellt nur mäßige Ansprüche an das
Leistungsvermögen des Servers. Auf den Arbeitsplätzen können beliebige
Betriebssysteme aufgespielt werden. Erfolgreiche Netzwerklösung für Schulen
wie ,Easy Admin ® ' bauen darauf auf.
Die zeitgemäße Netzwerkausstattung einer Schule besteht aus einem LAN.
(Abkürzung für Local Area Network. Ein lokales Netzwerk, das aus
einer Gruppe von Computern und anderen Geräten besteht, die innerhalb einer
Schule und durch Kommunikationsleitungen verbunden sind, die jedem Gerät die
Interaktion mit jedem anderen Gerät im Netzwerk ermöglichen.)
Einem LAN mit Server ist hierbei einer Peer-to-Peer-Vernetzung
(Jeder Computer bzw. jeder Peer ist, hierarchisch betrachtet,
gleichwertig. Außerdem übt jeder Computer gegenüber den anderen Computern des
Netzwerks eine Serverfunktion aus) der Vorrang zu geben, die
Netzsicherheit und Wartbarkeit ist bei serverbasierten Lösungen wesentlich
besser. Dieses LAN benötigt nun mindestens einen Fileserver, von dem die
Arbeitsstationen die Software laden und wo sie ihre Daten abspeichern können.
Sehr empfehlenswert ist auch, wenn der Server noch Printserver für das LAN
sein kann, dann genügt ein hochwertiger (Laser-) Drucker für alle.
Bei einem Anschluss ans Internet soll der Server auch Kommunikationsdienste
übernehmen, der Server kann auch Router sein. (Ein Router ist eine
Vermittlungsvorrichtung in einem Kommunikationsnetzwerk, das die
Bereitstellung von Nachrichten beschleunigt.) Mindestens ein Mailserver
muss im LAN eingerichtet werden, zur Minimierung der Telefonkosten sind auch
WWW-Proxy-Server empfehlenswert.
Zur Sicherung des LAN ist IP-Paketfilterung und die Installation von
Firewallsoftware empfehlenswert. Für Intranetanwendungen sollte ein WWW-Server
und Datenbanken zur Verfügung stehen.
Alle diese Aufgaben können von
einem Computer
übernommen werden. Die gesamte erforderliche Software ist preisgünstig
verfügbar, wird ständig weiterentwickelt und besitzt einen ausgezeichneten
Support.
Grundvoraussetzung hierfür ist Linux als Betriebssystem auf dem Server, das
zum Beispiel in Verbindung mit dem Verwaltungsprogramm ,Easy Admin' eine
praxisgerechte Lösung für Schulen darstellt. (vgl. dazu
http://www.rittershofer.de/info/linux/linux.htm )
Für den Einsatz in Schulen werden vielfach Netzwerkkonfigurationen angeboten,
die bei oberflächlicher Betrachtung sehr preiswert erscheinen. Bei einem
Preisvergleich ist unbedingt darauf zu achten, dass alle oben beschriebenen
Netzwerkkomponenten eine vergleichbare Leistungsfähigkeit besitzen. Auch
können nur Hardwarekomponenten gleicher Gattung miteinander verglichen werden.
In der folgenden Zusammenstellung werden die für den Einsatz in Schulen
angemessenen Leistungsmerkmale beschrieben:
Der Server sollte über einen möglichst großen Arbeitsspeicher (mindestens 128
MB) verfügen. Diese Komponente hat auf die Leistungsfähigkeit des Netzwerkes
einen wesentlich stärkeren Einfluss als die Geschwindigkeit des Prozessors
(Pentium ab 400 MHz).
Die erforderliche Festplattenkapazität ist vom Umfang der Programme und Daten
abhängig, die auf dem Server abgelegt werden sollen. Für eine einfache
Konfiguration sind bereits 6 GB ausreichend. Bei einer Neuausstattung sollten
zur Zeit mindestens 20 GB eingeplant werden.
Sollen im Server Massendatenspeicher (Festplatten, CD-ROM-Laufwerke,
ZIP-Laufwerk, Streamer) in größerer Zahl betrieben werden, ist die Verwendung
eines SCSI-Controllers zu empfehlen.
Hier ein Beispiel für einen funktionalen und im Schulalltag bereits bewährten
Schulserver:
|
Pos. |
Text |
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1 |
- Gehäuse Eye 910 ATX 300 Watt
- MB ASUS P3BF ATX, CPU PIII 600 MHz incl. Kühler
- 256 MB SDRAM PC 100
- VGA ATI 3D Charger 8 MB AGP
- 1 x 4,3 GB FUJITSU HD, IDE (Bootplatte)
- Controller ADAPTEC 29160 Single
- 2 x 18,3 GB IBM DMVS-318350 LVD2 (Daten)
- FDD 3,5 (Diskettenlaufwerk)
- Netz-Card 3 COM 3C905B-TX 10/100 PCI Bulk
- Tastatur Cherry 6105 PS/2
|
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2 |
APC USV Smart UPS 700VA |
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3 |
D-Link Netzwerk Hub 16 x DFE-916DX 19 |
4 |
SUSE Linux 6.4 incl. Handbuch |
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5 |
AVM Fritz ISDN Card PCI incl. Handbuch |
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6 |
SCSI Gehäuse 200 Watt für max 4 Geräte inkl. 3x
Plextor SCSI 40 x CD-ROM, 1x HP Dat Streamer DDS 3 12-24 GB,
Anschlusskabel zum Server |
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7 |
Monitor 15 Belinea 70 KHz TCO 95 |
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8 |
Verbatim 4mmDAT 125m DDS3 |
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9 |
Fuji 4mm Reinigungsband für DAT Streamer |
Zur Zeit werden zur Kopplung der Computer in Schulen oftmals Koaxialkabel und
Netzwerkkarten nach dem Standard Ethernet 10Base2 verwendet.
Die Netzwerkkarten werden mit T-Verbindungsstücken busförmig an ein
Koaxialkabel des Typs RG-58 (Thin Ethernet) angeschlossen. An jedem Ende des
Kabelsegments befindet sich ein 50-Ohm-Abschlusswiderstand. Die maximale Länge
eines Kabelsegments, an das bis zu 30 Netzwerkkarten angeschlossen werden
können, beträgt 185 m. Eine größere Ausdehnung des Netzwerkes lässt sich
leicht über den Einbau mehrerer Netzwerkkarten in den File Server erreichen.
Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 10 Mbps. Die tatsächliche
Geschwindigkeit ist von der Anzahl der Workstations und vom Ausmaß der
Netzwerknutzung abhängig.
Bei Bedarf lässt sich die Strapazierfähigkeit der Ethernet-Verkabelung durch
Verwendung von EAD-Dosen erhöhen.
Die Anschlussdosen werden anstelle der T-Verbindungsstücke an das Koaxialkabel
angeschlossen. Die Verbindung zur Netzwerkkarte wird über ein spezielles
EAD-Anschlusskabel hergestellt. Durch einen Schalter in der Anschlussdose
bleibt auch beim Herausziehen des Steckers die Busstruktur erhalten.
Anmerkung: Diese Art der Verkabelung ist sehr preisgünstig. Allerdings ergeben
sich deutliche Nachteile etwa ber der Verwendung von Multimedia- und
Lernsoftware. Diese wird u.U. nur stark verlangsamt wiedergegeben.
9.4 Sternförmige Verkabelung (Ethernet 10BaseT)
In zunehmendem Maße werden Netzwerke mit Twisted-Pair-Kabeln (Kategorie 5, 6
oder 7) aufgebaut, die ausgehend von einem Hub sternförmig zu den einzelnen
Rechnern verlegt werden. Jede dieser Kabelverbindungen kann eine Länge von bis
zu 100 m haben.
Eine Twisted-Pair-Verkabelung ist aufwändiger und teurer als eine busförmige
Verkabelung. Andererseits ermöglicht sie bei Verwendung geeigneter
Netzwerkkomponenten eine Übertragungsgeschwindigkeit von 100 Mbps, die beim
Einsatz von Multimedia-Anwendungen mit intensiver Netzwerknutzung dringend
benötigt wird. Bei einer Einrichtung eines Neuen Netzwerkes sollte die Schule
Twisted-Pair-Kabeln der Kategorie 7 den Vorzug geben.
Über das reine Betriebssystem hinaus kann zur Zeit auf eine Vielzahl von
Zusatzprogrammen für den Einsatz in Netzwerken zurückgegriffen werden.
Typische Anwendungsbereiche sind die Verwaltung von Benutzern, das sperren von
Internetseiten mit pornografischen oder gewalttätigen Inhalten, das
Bereitstellen von CD-Rom im Netzwerk, die Verwaltung eines Intranets, die
Dokumentation und Wartung des Netzwerkes, der Virenschutz und die
Datensicherung. Unter Berücksichtigung der Eingangs erwähnten Faktoren
(Betriebssicherheit, individuell an die Bedürfnisse der jeweiligen Schule
anpassbar, einfachste Handhabung, Kostengünstig usw.) kann jedoch nur ein
Produkt zur Zeit empfohlen werden: Bei
Easy Admin
handelt es sich um eine Komplettlösung für Schulen. Easy Admin ist in der
Zusammenarbeit mit Lehrern, Lehrerinnen und IT Experten entwickelt worden und
erfährt neue Einstellungen nur durch die Reflexion der Schulpraxis. Zur Zeit
sind - je nach Bedürfnislage der Schulen - folgende Konfigurationsmerkmale
enthalten.
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Easy Admin
Komplettlösung
|
- Komplettpaket (Computer, Netzwerk, Software,
Installation, Schulung)
- Internetzugang über einen Proxy-Server
(Geschwindigkeitsvorteil gegenüber eines einfachen Routers)
- sperren von bestimmten Webinhalten
- Administration des Servers (Benutzerverwaltung)
- CD-ROM Server
- Backuplösung
- Remote Access über Secure Shell
|
Die Ausstattung mit einem Netzwerk sollte auch dessen einmalige Installation
umfassen, denn nicht an jeder Schule verfügen Lehrkräfte über die
erforderliche Sicherheit im Umgang mit elektronischen Bauteilen und Erfahrung
mit Betriebssystemsoftware. Die Einrichtung des in seinen Grundfunktionen
betriebsfähigen Netzwerkes sollte daher auch vom Fachhändler vorgenommen
werden. Dies umfasst die Verkabelung, die Installation des File Servers und
aller Arbeitsplatzrechner, die Einbindung der Netzwerkdrucker die Einrichtung
des Internetzugangs. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass mindestens 2
Lehrkräfte an jeder Schule über Computergrundkenntnisse verfügen.
Berthold Halbwachs (Jg.62), Schulsozialarbeiter beim Schulpsychologischen
Dienst. Arbeitsschwerpunkte: Lernschwächen Dyskalkulie, Legasthenie,
Verhaltensmodifikationen in Schule und Unterricht, Therapeutischer Einsatz von
Lernsoftware, Computereinsatz im Unterricht, Lehrerfortbildung "Neue Medien in
der Schule"
Für diesen Text sind Zitate unterschiedlicher Quellen verwendet worden. Leider
kann ich keine genauen Angaben dazu machen, da mir viele Textpassagen von
Kollegen per Mail zugesandt wurden. Sollte jemand eine exakte Quelle kennen,
wäre ich für eine Mail sehr dankbar.